Freitag, 14. März 2025

hunde

Anna hat wie öfters mal wieder Hunde zur Pflege. Ich finde es schön, auch wenn wir dann mal mit denen spazieren gehen und ein Grund zum rausgehen haben.
Aber manchmal ist es auch anstrengend. Einmal sollte ich kommen aber dann durfte ich nicht klingeln weil die sich erschrecken könnten. Dann sollte ich sie anschreiben wenn ich da bin und das hat sie nicht gehört weil der Klingelton aus war. Da war ich genervt und sie dann auch, auch wenn der Hund sich nach meinem klingeln nach einer Minute wartezeit nicht erschrocken hat. 

Tom hat das Eis immer noch im Kühlschrank. Er besteht darauf, dass es natürlich nach zwei Wochen immer noch genießbar ist, weil es ja im Kühlschrank liegt, der ist kalt genug und im Karton eingepackt war. 
Auf die mehrfache Frage ob er den Karton mal öffnen und nachgucken könnte wird er beleidigt und weigert sich, da er 100% davon ausgeht dass das alles noch gut und gefroren ist. 
Mich nervt es aber, weil ich keine Lust habe zu den mülltonnen zu laufen und es zu entsorgen wenn er das herbringt. 

Mit Dave war ich letzte Woche mit dem Fahrrad zum Strand, und heute schneit es wieder.
Anna hat ihn bei Kleinanzeigen noch mal gemeldet. Er kauft immer Spiele und verkauft die dann teuer weiter und Verkauf die mit falscher absenderadresse. Angeblich weil er Angst hat, dass Leute dann zu ihm kommen wenn sie seine Adresse wissen und ihm alle Spiele klauen. Die sind ja so teuer und wertvoll... Ob weitere betrügerische Absichten dahinter stecken weiß ich nicht. Jedenfalls lässt er die Käufer nie mit käuferschutz bezahlen und klaut die Anleitungen aus den Spielen, um die einzelnen noch mal zu verkaufen. Er sagt wenn die Käufer nicht danach fragen ob Anleitung dabei ist oder das Spiel Kratzer hat, sagt er auch nichts.

Montag, 3. März 2025

malgruppe

Seit kurzem bin ich jeden Donnerstag früh in einer malgruppe. Da kann jeder Bilder malen und vielleicht auch irgendwann ausstellen. Wir sind da nur drei Leute. Das ist einerseits gut, dann ist es nicht so unruhig, aber obwohl mich die Aktivität von den Depressionen ablenkt, fühlt es sich nach zu wenig an.
Irgendwas fehlt immer noch. 
An 2014 denke ich oft zurück, die erste Maßnahme in der Phase, wo ich anderen die Sachen am Computer erklären sollte. Eine Zeit, wo ich etwas konnte was andere nicht konnten und gebraucht wurde. 
Sowas fehlt.
Ich denke immer, wenn ich die Tapeten habe oder bestimmte Dinge gekauft habe ist alles besser. Aber das ist nur im Augenblick so.
In der malgruppe habe ich zwar Kontakte, aber dennoch ist dauerhaft jeder nur mit sich selbst beschäftigt. Ergo auch. 

Das mit der Tagesstätte wird wohl erstmal nichts. Eigentlich wollte ich die probewoche machen. Aber mir steht so viel im Weg. Viel ist es nicht, aber es ist groß. Das handyverbot ist rechtlich nicht zulässig. Habe aber auch nicht die Nerven da hinzugehen, um mich mit denen darüber zu streiten. Zulässig wäre es nur, wenn ich offiziell die Diagnose spielsucht hätte. Aber nicht, wenn ich am Tag mal 10 Minuten ein paar Kontakten antworte oder Notizen mache zwischendurch. Wenn die sagen, wegen dem Verbot dürfte ich nur noch Bücher auf Papier lesen und nichts digitales mehr, das macht mich unfassbar wütend. Ich kann es nicht nachvollziehen.
Ebenso die Sache mit der Einbahnstraße. Es sind ungefähr 20 m, die mir einen Umweg von mehreren Minuten ersparen. Nach der malgruppe fahre ich öfters da lang, andere machen das auch und es ist ja nicht so dass der Weg komplett überlaufen oder zu eng ist um dort lang zu fahren. Neulich bin ich einem Radfahrer hinterher gefahren. Ein Fußgänger hat ihm hinterhergerufen er müsse absteigen, denn ein Kollege hätte neulich 25 € Strafe deswegen zahlen müssen. Am liebsten würde ich zur Stadt hinschreiben, dass sie dort einen fahrradstreifen machen sollen. Der Platz wäre da, sofern zwei oder drei Geschäfte ihre Stühle oder das Gerümpel von dem Weg wegräumen, was sie dort alles aufgestellt haben. 

Ursprünglich wollte ich mir immer ein Fahrzeug zulegen. Aber es gibt hier keine ladestation dafür ... und die meisten sind nun mal mit Akku. Zudem ist im Sommer die Stadt immer so voller Stau, dass es mit dem Fahrrad einfach viel vorteilhafter ist und schneller geht. Selbst wenn ich den Umweg um die verbotene Straße herum nehmen würde. 

Bezüglich Tagesstätte habe ich dann auch noch die Sorge, dass ich ermahnt werde wenn ich Pizza mit der Hand esse oder beim Essen die linke Hand nicht auf dem Tisch platziere. Frau Sue geht zwar in Rente, aber die anderen Teilnehmer sind diese Regeln so stark gewöhnt, dass die wahrscheinlich trotzdem noch meckern würden, wenn ich mich nicht daran halte. 
Wenn es so wie früher wäre, würde ich wahrscheinlich sofort hingehen. Wo man nicht putzen musste, den ganzen Tag machen konnte was man will, ich meine Bücher lesen und korrigieren konnte in der Pause ohne dass sofort jemand kommt und meckert, ich muss das Handy wegpacken. 

tapezieren

Nach langer Suche und rumfragen in jedem Geschäft musste ich meine Tapeten aus China importieren. Nur dort gab es welche in rot und gold. Hier in den Geschäften gab es die nur entweder in dunkelrot oder ohne Gold und einfach nur doofe Farben. Die meisten Tapeten sind weiß und grau und dunkelgrün. Genau wie die Möbel in möbelhäusern. 

Die Eltern hatten auch zwei Rollen bestellt. Teilweise mussten die einzeln bestellt werden, wegen den zollgebühren. Der Nachteil war, das zweite Tapeten dunkler waren als der Rest. Am Ende ist so eine Wand dunkler als die andere. 
Die Eltern haben mit einer Rolle angefangen und alles war krumm und schief und sehr faltig. 
Anna kam am Abend und wir haben einen Maler der hier auch wohnt im Haus gefragt. Der meinte die Raufasertapete muss vorher komplett ab. Ich war zuerst verärgert, weil das so viel Arbeit war. Denn noch am selben Abend konnten wir die Tapeten noch mal abnehmen und retten und haben dann angefangen die Wand zu bearbeiten. 

Am nächsten Tag haben die Eltern, die nicht begeistert waren damit weitergemacht. Annas Vater wollte nämlich am Montag kommen und das richtig tapezieren. Sie meinte der kann das, weil er selbst ein Haus hat und dort alles tapeziert hat. 
Ok , dann war es zwar auch alles ganz glatt und schön... Aber oben die Kanten hatte er alle verschieden lang abgeschnitten. Daraus folgt, dass ich nun doch eine Zierleiste oben brauche. Weil das sonst furchtbar aussieht. Bei den Eltern hätte ich die auch gebraucht. Ob die das besser hingekriegt hätten, auch nachdem die raufaser Weg war, weiß ich nicht. 

Der ganze Aufwand war sehr unangenehm. Depressionen waren stark, weil alle Möbel durcheinander standen, ich nirgendwo richtig gehen konnte, der Käfig war im Schlafzimmer und alles schmutzig auf dem Boden.

Ihr Vater kam dann zweimal, einen Tag habe ich kartoffelauflauf gekocht. Die Leiter ist für mich zu wackelig und ich konnte nicht viel mitmachen. 
Ein bisschen habe ich das Gefühl an den ganzen Sachen die ich habe zu ersticken. Es ist so viel Gedöns dass überall rumliegt. Habe viel aussortiert aber es liegt immer noch so viel rum und die Schränke sind voll. 

An einigen Stellen haben die Tapeten Lücken und dann waren wir damit beschäftigt, rote Stifte zu suchen und das überzumalen. 
Über 300€ hat es mich alles gekostet insgesamt, und wenn ich ihn für die Arbeit nicht bezahlen musste. Und ich die Tapeten, die ich bei eBay für 55€ bestellt habe irgendwann abziehen können, wenn die wieder verkauft worden. Die Waren auf dem Foto viel heller als in echt.

Naja dann habe ich alles eingerichtet und viel sauber gemacht. 

das alte Fleisch

Vor drei Tagen: 

Tom hat wieder gekocht, Reis und Schnitzel mit Soße ohne festen Wohnsitz.
Für Tina hat er das Fleisch und die Soße gebracht. 
Die Soße stand vorher aber schon fünf Tage im Kühlschrank und hat zwar ok geschmeckt, wurde aber nicht gegessen. 
Das Fleisch hatte einen sehr sonderbaren Geschmack. Das Datum war aber noch gut bzw. Gerade heute abgelaufen. Normalerweise esse ich sowas dann auch immer noch und hatte noch nie Probleme.
Es hat nicht verdorben geschmeckt, aber ich hatte kein gutes Gefühl und dann noch mal das zweite Stück gebraten. Das hat noch schlimmer geschmeckt, ganz stark nach diesem weichen Tuch in der Verpackung, auf der es lag.
Ich dachte, es wäre normales frisches Fleisch das nicht gefroren war. Habe nachgeguckt online , woher der Geschmack kommen könnte. Letztlich habe ich dann aber alles weggeschmissen. Mir war übel.

Später hat Tom ein Foto von der Schokolade in seinen Kühlschrank gezeigt. Er hatte auch noch Torte und Eis gekauft. Dabei war zu sehen, dass das Eis in der kühlschranktür lag. Er meinte, es wäre kalt genug. Ich habe natürlich geschrieben, wenn die Cola nicht gefroren ist dass das Eis auch nicht mehr gefroren sein kann. Da war er beleidigt und meinte er macht sowieso alles falsch ....

Dann wurde mir langsam klar, dass er das vielleicht auch mit dem Fleisch so gemacht hat. Vielleicht weil kein Platz mehr in der TK Truhe war. Oder er wirklich glaubt dass es im Kühlschrank lange hält. Und nicht auftaut. So hat er es einfach in den Kühlschrank gelegt wo es aufgetaut ist und dann eine Woche so da lag. Und ich dachte, es wäre frisches gekauftes Fleisch das nie gefroren war. 😡
Es hat wohl aber nicht viel Sinn, sowas zu erklären, wenn das nur als meckern empfunden wird. 

Er ist oft krank und ich dachte immer, das hängt mit dem vielen Alkohol oder Rauchen zusammen. Wenn ich mir aber nun vorstelle, dass er die tiefkühlsachen tagelang im Kühlschrank aufgetaut in der Packung liegen lässt und dann ist, wundert es mich nicht mehr. 
Tatsächlich kann ich mir sogar vorstellen, dass er das Fleisch in dieser Situation selbst gegessen hätte. Wenn er seine Sachen kocht... Und diesen Fehler nicht erkennt. Weil er immer meint, alles was er kocht schmeckt gut. Wenn dann noch Soße drauf kommt und andere Beilagen mit gegessen werden merkt man den schlechten Geschmack vielleicht gar nicht mehr. 
Die Folgen merkt man erst danach!

Vielleicht lässt durch das tägliche saufen auch das Gedächtnis nach.
Auf die Frage, ob er den Karton öffnen und das extra in Plastik eingepackt der Eis begutachten kann ob es getaut ist meinte er, dann kann er den nicht mehr verschenken wenn er den geöffnet hat. Nach 1 Woche kann man es auch nicht erneut wieder einfrieren. 
Torte hatte er auch gekauft, aber der meinte er die wäre in der Tiefkühltruhe.

Naja ich war ein Tag lang ziemlich wütend deswegen. Nicht nur wegen dem Fleisch, auch wegen dem Eis, weil sowas auch nicht billig ist. Warum legt er es in den Kühlschrank, da kann er es auch direkt nach dem kaufen in die Tonne schmeißen.
Ein bisschen Sorge habe ich jetzt nur, dass er es entweder in den nächsten Tagen noch mal einfriert und meint das wäre essbar, oder direkt zu mir vorbeibringen will. Milcheis könnte man zwei Stunden nach dem Auftauen vielleicht noch mal einfrieren. Aber garantiert nicht nach einer Woche noch mal. 

Von seinem Erbe hat er ein neues Auto gekauft. Ursprünglich wollte er ein Wohnmobil kaufen und dann um die Welt fahren. Oder ein Boot. Für den wohnwagen hätte er wahrscheinlich gar nicht die Kraft, wenn er jeden zweiten Tag nur krank im Bett liegt. Nun hat er sich eine sitzbank für die Terrasse bestellt. Sowas wie ein fast zwei Meter großen strandkorb. Und ein XXL Grill. Aber er liegt wieder krank im Bett und muss innerhalb der nächsten Woche wohl die komplette terrasseneinrichtung entfernen, alte Bänke usw. Und anstatt zum Arzt zu fahren beschwert er sich nur, dass er es alleine nicht schafft und keiner ihm hilft.

Ich habe in letzter Zeit viel reduziert und trinke wenig Alkohol. Zuletzt einmal in der Woche. Ich merke, wie es den Körper belastet. Ich kann dann auch schlechter denken. Habe absolut keine Konzentration mehr auf irgendwelche Dinge. Es fühlt sich nicht gut an aber gleichzeitig auch sehr angenehm.