Dienstag, 23. April 2019

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Der Sommer scheint vorerst vorbei zu sein. Es ist kühl und windig. Darüber bin ich nicht erfreut. Ich fühle mich müde.
Ich habe keine Lust auf Tagesstätte, aber das ist ja inzwischen nichts Neues mehr. Es ist dort ein bisschen langweilig und obwohl ich dort basteln kann was ich will und zwischendurch auch lesen kann wenn ich will, fühle ich mich manchmal unterfordert. Ich finde es wirklich bedauerlich und schade, dass wir nicht in irgendwelche Maßnahmen oder Einrichtung komme, es immer genormte pflichtprogramme oder Aufgaben gibt oder ich nie das machen kann, was mir wirklich gefällt. Sowas wie Computer Projekte.

Ich überlege wie es mit dem Essen wird. Ab heute ich die Teller einsammeln muss weil ich mit Nudeln esse. Oder ob wieder jemand meckert wenn ich nicht ganz auf esse. Ich werde nicht die Soße so sehr vom Teller abkratzen, bis das weiße wiederzuerkennen ist komplett. Sowie einige andere das machen. Auch nicht wenn die das wollen.
Ich bin schon gespannt was das Jobcenter wird mir vorhat, wenn die Diagnose abgeschlossen ist. Wenn die genau wissen was mit mir los ist. Ob ich dann endlich mal beruflich das ausprobieren kann was mir wirklich gefällt, oder ob ich wieder in irgendeine Maßnahme komme. Dort wo es wieder nur Standard Berufe wie pflege oder Verkauf gibt oder wo ich putzen muss.

Montag, 22. April 2019

Essenschaos


Heute ist hier Flohmarkt auf dem Marktplatz und die Eltern waren ziemlich früh da. Denn wenn man früh genug da ist, bekommt man noch die besten Sachen ab, die schnell verkauft sind, je später es wird. Ich habe mir eine tote Spinne im Glas gekauft.
Heute hatte ich keine Lust zu kochen und wollte lieber eine Pizza essen. Allerdings dauerte es ungefähr drei Stunden, bis irgendein Geschäft öffnete. Ich hätte auch gerne etwas von McDonald’s gegessen, aber da die auch erst ab mittags die Hamburger verkaufen und ich keine Lust auf dieses Frühstück hatte, musste ich auch darauf verzichten. Wir sind dann nämlich zum nächsten Flohmarkt nach Lübeck gefahren, um die Wartezeit auf das Essen irgendwie durch zu kriegen. Dort waren wir ja schon etwas später, ungefähr um 10 Uhr, und ich habe dort überhaupt nichts gefunden. Ich glaube, dass die schönen Sachen, die ich auch gern gekauft hätte, zuvor schon von anderen Weg gekauft worden. Denn wenn wir ganz früh auf Flohmärkten sind, finde ich viel häufiger etwas als wenn wir später dort eintreffen.

Obwohl ich danach zurück in die Heimat wollte und eine Pizza essen wollte, oder von McDonald’s, wollte Mutter nach Eutin und dort essen gehen. Sie mag das griechische Restaurant dort so gerne. Da ich auf dem Flohmarkt aufgrund der schlechte Laune erregenden Hungers Mutzen gegessen hatte, hatte ich nicht mehr ganz so starken Hunger. Hätte ich das mit dem Restaurant vorher gewusst, hätte ich wohl auch nichts gegessen. Allerdings hasse ich dieses Hungergefühl.
Die Nudeln mit den Garnelen schmecken dort sehr gut, aber da ich keine Lust hab jeden Tag Nudeln zu essen, habe ich mir einfach so Garnelen mit Kroketten bestellt. Mal was Anderes. Die Garnelen haben gut geschmeckt und waren auch ohne Kopf, allerdings waren viele Zwiebeln dabei und das hat mir wiederum gar nicht geschmeckt. Ich wurde zumindest satt und habe mich danach nicht so vollgefressen gefühlt.

Wir sind nicht über die Autobahn gefahren, sondern die Landstraße zurück zu mir nach Hause. Dabei entdeckten wir einen neuen kilometerlangen Stau auf der Autobahn. Erleichtert darüber, nicht dort hinein geraten zu sein, wurden wir direkt in das Ende eines anderen Staus. Die Leute sind wohl von der Autobahn in die Stadt abgefahren wodurch die Straße in der Stadt verstopft war. Wahrscheinlich durch die Ampeln in der Stadt entstand auf der anderen Straße die auch in die Stadt hinein führte ein Stau direkt an der Kreuzung bzw. Abbiegung oder Abzweigung. Fast eine halbe Stunde standen wird Wort obwohl das nicht mal 2 oder 3 km fahren. Ich war wirklich froh als ich aus dem Auto raus war.
Ich hatte niemanden zum Schreiben. Es ist schon eine schöne Gewohnheit geworden, ständig unterwegs jemanden zum Schreiben zu haben. Egal über welche Themen. Manchmal sind jedoch keine Leute oder neuen Bekannten anwesend. Dadurch war mir ziemlich langweilig und es kam mir so vor als würde die Zeit gar nicht vorübergehen.
Ich überlege sogar, ob die Menschen auf virtuelle Weise im Handy um mich herum zu haben vielleicht nicht sogar angenehmer ist, als wenn jemand in der Realität bei mir wäre. Denn in der Realität muss ich Rücksicht nehmen und kann nicht machen oder gehen wohin ich will. Abgesehen davon, wenn ich mit den Eltern unterwegs bin.
Wobei es ja nun nicht so ist, dass ich überhaupt je mit netten Menschen oder einer netten Person die mir viel Aufmerksamkeit gibt und bei dir ich mich richtig wohl fühle unterwegs sein kann. Mit der Gruppe unterwegs zu sein, wo ich nur hinterhergehe und niemand mit mir redet, ist damit kein Vergleich.

Gleich ist es 20 Uhr und ich sitze auf dem Bett, habe das Licht aus und der Fernseher ist an. Ich gucke abends gerne Dokumentationen, das ist interessant. Bin müde aber habe auch noch keine Lust zum schlafen, weil ich weiß, dass ich sowieso nicht sofort einschlafe. Und ich will auch nicht nachdenken. Habe gerade keine Lust, morgen in die Tagesstätte zu gehen. Habe vorhin noch geduscht, damit ich es morgen früh nicht muss und dadurch länger schlafen kann. Man soll ja auch nicht jeden Tag duschen und jeden zweiten Tag ist auch gut. Ist sogar gesünder für den Körper.

Sonntag, 21. April 2019

Federball am See


Dave hat mich gefragt, ob ich zu ihm komme und darum ich dann mit dem Bus zu ihm gefahren. Wir haben uns am Park getroffen und sind dann um den See gegangen. Haben einen Platz zum Federball spielen gesucht. Wir sind dann weiter oben auf dem Hügel gegangen, da etwas Schatten aber hin und wieder war es etwas windig. Der Ball flog dann zur Seite und so hat das keinen Spaß gemacht. Ich war auch ziemlich schnell ziemlich stark erschöpft. Mein Körper ist sowas nicht gewohnt. Trotzdem hat es Spaß gemacht.
Danach haben wir uns auf eine Bank gesetzt und auf den See geschaut. Ein bisschen geredet. Darüber, dass wir mit dem Fahrrad mal rumfahren können. Wenn ich mein neues Fahrrad habe, habe ich auch zwei und dann können wir auch in meiner Stadt zum Strand fahren und so weiter.
Ungefähr eine Stunde hatten wir noch und dann sind wir zu ihm gegangen und haben uns über das Thema Filme unterhalten. Es war ein ganz netter Tag.

Allerdings war ich auch froh, als ich wieder zu Hause war. Er meinte, dass ich auch mal länger und sogar über Nacht bleiben könnte. Wir würden dann etwas kochen, Hunger wäre kein Problem. Allerdings habe ich Angst davor zu müde zu sein oder zu schlecht zu schlafen. Ich schlafe gerne in meinem eigenen Bett ein. Irgendwie traue ich mich nicht.